Kinder denken, fühlen und verarbeiten anders als Erwachsene. Spielen ist ihre natürliche Sprache – und genau dort setzen wir an. Im Spiel kann auftauchen, wofür es noch keine Worte gibt.
Mit Figuren und Murmeln entstehen Geschichten, in denen Kinder zeigen, was sie beschäftigt — ohne es erklären zu müssen. Malen, Collagen, Basteln und Bauen öffnen weitere Ausdrucksmöglichkeiten. Das Kind wählt, womit es arbeiten möchte — als Therapeutin folge ich diesem intuitiven Impuls.
Gemeinsam lernen wir, Gefühle im Körper wahrzunehmen und zu benennen — Wut, Trauer, Freude, Angst. Wir lernen die soziale Sprache besser zu verstehen: was ein Gesichtsausdruck bedeutet, warum jemand so reagiert hat, wie sich ein Konflikt anfühlt und wie wir ihn lösen können. Und wir erfinden Social Stories — kleine Geschichten über schwierige Situationen, die helfen, alles besser einzuordnen und beim nächsten Mal anders damit umzugehen.
Zum Thema Neurodivergenz arbeite ich auch nach dem TEACCH-Ansatz: Nicht das Kind muss sich an die Umgebung anpassen, sondern die Umgebung an das Kind. Gemeinsam erarbeiten wir hilfreiche Strategien für unsere neurotypische Welt.
Neurodivergente Kinder und Jugendliche lernen soziale Themen nicht intuitiv durch Vorleben — sie brauchen zusätzliche Erklärungen. Als Bezugspersonen sind Sie dabei das wichtigste Stützrad. In der die Spieltherapie begleitenden Elternberatung lernen Sie neurodivergente Funktionsweisen besser zu verstehen und entwickeln konkrete Strategien für den Alltag: für die Schule, für soziale Situationen, für zu Hause.